Montag, 21. April 2008

Auftaktveranstaltung zum AST-Aktivseminar 2008


Gut 120 Laufinteressierte fanden sich zur Infoveranstaltung
des Aktivseminares „Mein erster Halbmarathon“ in der Süßener Zehntscheuer ein.


Jochen Frech, der Triathlon-Bundesligatrainer des Ausdauersportteams leitete
die Veranstaltung mit dem Beispiel eines Adlers ein, der gefangen in einem Hühnerkäfig
selbst zum Huhn wurde. Das Tier hatte seine Bestimmung vergessen. Spät,
aber nicht zu spät, kam die Erinnerung daran zurück und es fand sein
Glück in den Weiten der Lüfte wieder.

Die Gäste, die Jochen begrüßen konnte, taten das ihre, um die Anwärter des Laufseminares davon zu überzeugen, dass auch sie sich aus der Bewegungsarmut des Alltages befreien und ihrer Bestimmung als ausdauernde Läuferinnen und Läufer bewusst werden müssten.

Herr Matkovic, Leiter der WMF BKK berichtete von Milliardenschäden, die diese Bewegungsarmut anrichtet und unterstrich, dass ohne eine deutliche Änderung im Gesundheitsbewusstsein der Menschen das Gesundheitssystem künftig nur schwerlich zu finanzieren sei.

Welche Folgen die allgemeine Bewegungsarmut hat, das wurde bei Frechs Interview mit Dr. Andreas Schuler, dem ärztlichen Direktor der Helfensteinklinik Geislingen, deutlich. Eine der schlimmsten Folgen sei die ständig zunehmende Zahl der Diabetiker und das ständig abnehmende Alter dieser Patienten. „Für die Gesundheit ist es einfach wichtig, dass man sich bewegt", sagte Dr. Schuler.

Melanie Randazzo hat ihr Leben mit der Teilnahme am letztjährigen Seminar geändert. Ihre Ausführungen waren ein Beleg dafür, dass es sich wirklich lohnt, die Lebensweise umzustellen und dem Ausdauersport einen Platz im Alltag einzuräumen. Überglücklich überquerte sie im letzten Jahr die Ziellinie des Einstein-(halb)Marathons. „Ich hab so viel Zeit und Mühe auf mich genommen, um dieses Ziel zu erreichen. Das kann ich doch nicht einfach wieder verschenken!“.

Zu welchen Leistungen Menschen tatsächlich fähig sind, davon bezeugte Michael Göhner. Der letztjährige Deutsche Triathlonmeister berichtete von seinen Erfahrungen als Profitriathlet. 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,2 km Laufen. In Frankfurt benötigte er hierfür nur 8:11:50 Std. und wurde damit Vize-Europameister.

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